Worum geht es in dem Roman?

Band 1: Annika

Annika Palmstroem, jugendliche Erfinderin aus Deutschland, reist in den Zukunftsstaat Curiepolis, eine Republik der Genies auf einer künstlichen Pazifikinsel. Dort macht sie Entdeckungen, die alle landläufigen Auffassungen über die Natur der Realität in Frage stellen...

Das Curiepolis-Multiversum
Das Multiversum

Irgendwann in näherer Zukunft: Im Städtchen Hinterföhren in Deutschland lebt die sechzehnjährige Erfinderin Annika Palmstroem mit ihrer Familie, den Eltern Paul und Wilma und zwei Geschwistern. Am liebsten experimentiert das Mädchen mit einem selbstgebauten Computer, denkt sich Geschichten aus oder streift mit ihrem alten, himmelblauen Damenrad kilometerweit über Land, schaut sich Wolken und Insekten an. Die anderen Hinterföhrener haben für solche Interessen wenig Sinn. Selbstgelötete Elektronik statt Smartphone, Waldspaziergänge statt Ferienjob — "was es alles gibt!" (Diesen Satz kann Annika allmählich nicht mehr hören!)

 

Nur der alte Gelehrte Dr. Karl Korff aus der nahen Universitätsstadt Nebbichingen hat Verständnis für Annika und verbringt Zeit mit ihr.

Ich hab das nie verstanden, wenn Leute sagen: Physik ist Logik, Malerei ist emotional. Das ist doch Unsinn. Niemand arbeitet nur linkshirnseitig: ohne so eine Art... Fanatismus? — nee: Liebe! ohne Liebe kann man nix erfinden, erdenken, entdecken.

— Annika Palmstroem


Annika und Dr. Korff beim Kaffee. Fossilien, Insekten, Quantenmechanik, Kristalle, Astronomie... den Beiden wird nie langweilig!
Annika und Dr. Korff unterhalten sich über alles, was der Fall ist!

Ist es vermessen, anzunehmen, dass zehn, zwanzig oder fünfzig Jahre weitere Forschung in Methoden resultieren werden, die materielle Wirklichkeit von Grund auf umzubauen? [...] Bedenken Sie, wie phantastisch die Entdeckungen der vergangenen dreißig Jahre auf Kant oder Goethe wirken würden.

— Marie Curie

Doch wer sind die beiden Mädchen mit bunt schimmerndem Haar, die Annika seit einiger Zeit zu folgen scheinen? Was hat es mit dem mysteriösen Dr. Charles T. Owlglass auf sich, dem Annika eines abends am Bahnhof Nebbichingen begegnet?

 

Bei einem Schülerwettbewerb zum Thema "umweltfreundliche Erfindungen" stellt Annika ihr Konzept eines aneutronischen Fusionsreaktors auf Bor-Wasserstoff-Basis vor — und löst dadurch ein Chaos aus: kerntechnische Energiequellen seien nicht umweltfreundlich! Die Jury vertreibt Annika von der Bühne, ein ökologistisch-konservativer Lokalpolitiker bekommt einen Wutanfall. Annika läuft weinend aus dem Saal und flüchtet in den Wald...


...wo sie plötzlich den zwei Mädchen mit buntem Haar und seltsamen, intensiv glänzenden Augen gegenüber steht! Carmen Heckenrosental und Alexa Nimitz sind Curiepolitanerinnen. Ob Annika Lust hätte, sich Curiepolis anzuschließen? Eine Republik der Genies — ein Neo-Staat auf einer künstlichen Insel im Pazifik, technologisch, ökonomisch und sozial allen anderen Nationen auf der Erde weit voraus.

 

Annika braucht nicht lange zu überlegen. Mit dem Zug geht es zur curiepolitanischen Energiebotschaft in Bouzonville in Ostfrankreich, von dort mit der nuklearthermischen Transportrakete nach Curiepolis.

Ein nuklearthermischer Transporter landet auf dem Flughafen von Curiepolis City. Im Hintergrund ragen mächtige Arkologien.
Abenddämmerung in Curiepolis

Eine Republik der Genies kann prinzipbedingt kein uhrwerkartig perfektionierter Idealstaat sein: Dazu sind Genies einfach zu eigenwillig. Annika merkt bald, dass es in ihrer neuen Heimat keine bequemen Autoritäten gibt, die alles im Griff haben. Durch einen Kuchen mit der Aufschrift "Iss mich!" unternimmt sie einen Abstecher in die Traumlande, wo am Ende einer düsteren Wanderung Nietzsches Großer Mittag wartet: Ein neues, verbessertes Gehirn mit einem IQ von der Größenordnung 1000.

Kein Herr über uns bis auf die Naturgesetze. Kein Sklave unter uns bis auf die Maschine.

— Staatsmotto von Curiepolis


Solcherart nanoskalisch umgebaut zur Curiepolitanerin, schließt Annika sich der Philosophin Dya Rienzi und der Dichterin Murasaki Hikari an, die ausgezogen sind, um einem gerüchtehalber in den Tiefen des Wissenschaftlich-Industriellen Komplexes (ein riesiger technologischer Dschungel von Forschungs- und Produktionsanlagen) auftretenden Phänomen auf den Grund zu gehen: Alogische, akausale Veränderungen der Wirklichkeit, zuweilen genannt "Weiße Rappen".

Annika und ihre curiepolitanischen Freundinnen.
Von links: Zouzou Guermantes (am Teleskop), Dya Rienzi (die sich mit elektronischen Schaltkreisen ebenso zurechtfindet wie mit ontologischen Rätseln), Annika und Hikari (vertieft in Arno Schmidts Etymtheorie).

In Curiepolis existiert kein Geld. Güter und Dienstleistungen werden von Robotern und 3D-Druckern bedingungslos zur Verfügung gestellt (dies nennt man ressourcenbasierte Wirtschaft). Arbeit erfolgt vollständig freiwillig — doch kaum ein Curiepolitaner verdöst den Tag in der Hängermatte: Jeder sucht sich selbst ein Projekt, in das er seine ganze Kraft und Erfindungsgabe steckt.

Du sollst die Technologie mehr lieben als die Natur.

— Dya Rienzi

Annika, Dya und Hikari gründen zusammen mit der Astrophysikerin Zouzou Guermantes ein mobiles Forschungsteam mit dem fliegenden Nuklear-U-Boot Lise Meitner als Basis. Annika macht sich daran, ihr aneutronisches Fusionsreaktorkonzept praktisch zu testen: Als neues Antriebssystem für die Lise Meitner, womit sie sogar weltraumfähig werden könnte.


Der Plasmaeinschluss erweist sich als knifflig. Merkwürdigerweise scheint jedoch die Nähe der "Weißen Rappen" die Bor-Wasserstoffreaktion zu katalysieren! Dya vermutet einen tiefgreifenden Zusammenhang zwischen Kernkräften und menschlichem Bewusstsein.

 

Hikari verfolgt den Plan, die "Weißen Rappen" technisch nutzbar zu machen und entwickelt einen Computer, basierend auf einer surrealen, selbstwidersprüchlichen Logik. Das Videospiel Apokalyptiker vs. Integrierte soll als erste Testanwendung dienen.

 

Das Experiment glückt... auf unerwartete Weise: Das Spiel katapultiert die Mädchen auf den Planeten Tlön, der in einem Universum mit fraktaler Raumzeitstruktur existiert.

Tlön mit seiner Sonne und seinem Mond. Er nähert sich einem Bereich seines Universums, in dem der Zeitverlauf chaotisch und Ursache und Wirkung zu sinnlosen Begriffen werden.
Der Planet Tlön

Tlön ähnelt auf den ersten Blick der Erde: die Bewohner sind äußerlich von Menschen kaum zu unterscheiden, die Natur ähnelt irdischen Landschaften. Doch der Planet nähert sich der chaotischen Zone seines Universums — entsprechend der unendlich fein verschachtelten Trennlinie zwischen entkommenden und gefangenen Punkten bei der Mandelbrotmenge. Die Realität auf Tlön wird zunehmend unberechenbar und traumartig.

 

Felix Vergil, ein mysteriöser Wanderer, erhält einen Anruf in einer Waldtelefonzelle, worauf er in Richtung GROSSSTADT aufbricht: Diese wurde nicht erbaut, sondern scheint, einem anorganischen Lebewesen gleich, von alleine gewachsen zu sein und über eine Art von Bewusstsein zu verfügen, wobei eine Universität von immenser Größe die Rolle des Nervensystems spielt.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen der GROSSSTADT und dem ragenden arktischen Vulkan Mount Echo, der eines abends aus dem All herabgesunken und an der Nordküste des Kontinents gelandet ist? Annika und ihre Freundinnen entdecken ein geheimes Labor in der Caldera des Vulkans, in dem mit Etyminos experimentiert wird: hologramm- oder kugelblitzartige schwebende Computergrafiken, die zwischen verschiedenen Realitäten wechselwirken. Werden die Mädchen das Rätsel um die Etyminos lösen und zur Erde zurückkehren können?

Die Gesetze des Curiepolis-Multiversums sind noch von vielen Geheimnissen umgeben. Wird es der Leserin und den Protagonistinnen gemeinsam glücken, sie zu lüften?


Und welche Rolle spielt der Kerntechniker Dr. Owlglass, der nie ohne sein vernunftbegabtes Eichhörnchen anzutreffen ist?

 

Was hat es mit den kosmischen Pilzen auf sich, die immer wieder in Annikas Nähe auftauchen? Stehen sie in irgendeinem Zusammenhang mit den "Weißen Rappen"?

 

Nach welchen Prinzipien funktioniert das Curiepolis-Multiversum?!

 

Curiepolis ist ein Forschungsroman: Das bedeutet, dass die Leserin aktiv mitwirkt und zusammen mit Annika et al. auf Expedition geht — an die Grenzen der Phantasie und darüber hinaus!

Der Vulkan Mount Echo auf dem Planeten Tlön
Mount Echo

Band 2: Die Suche nach Max Schwejksam

Max Schwejksam, einer der Gründerväter von Curiepolis, ist bei einem Experiment verschwunden. Annika et al. müssen ihn suchen — dabei bekommen sie es mit dem thermodynamischen Leviathan zu tun.

Band 3: ?

Der dritte Band ist ein Projekt für die fernere Zukunft. Worum es in ihm gehen wird, ist noch offen.